Auswahl von Industriekameras
Die Auswahl von Industriekameras sollte auf spezifischen Anwendungsszenarien basieren und sich auf wesentliche Parameter wie Auflösung, Bildrate und Sensortyp konzentrieren. Die folgenden Punkte sind wichtig für die Auswahl:
1. Klären Sie die zentralen Anforderungen
Erkennungsobjekt: Es ist notwendig, die Größe, Details (z. B., ob mikroskopisch kleine Fehler erkannt werden müssen) und den Bewegungszustand (statisch oder hochgeschwindigkeitsbewegt) des erkannten Objekts klar zu definieren.
Anwendungszenarien: Beispielsweise wird die Kamera für Fehlererkennung, Abmessungsmessung, OCR-Erkennung, Positionssteuerung usw. eingesetzt. Verschiedene Szenarien stellen deutlich unterschiedliche Anforderungen an die Kameraparameter.
2. Auswahl der wesentlichen Parameter
Auflösung
Die Kamera muss in der Lage sein, die kleinsten Details zu erkennen. Referenzformel: Auflösung = Sichtfeld / Minimale Erkennungsgenauigkeit.
Beispiel: Wenn das Sichtfeld 100 mm beträgt und die minimale Genauigkeit 0,1 mm betragen soll, sollte die Auflösung mindestens 1000 Pixel (100/0,1) betragen.
Bildfrequenz
Es hängt von der Bewegungsgeschwindigkeit des Objekts ab und muss sicherstellen, dass während der Bewegung klare Bilder aufgenommen werden.
Hohe Bildraten (wie z. B. über 30 fps) sind für Szenarien mit hoher Geschwindigkeit erforderlich (wie z. B. schnelle Förderbänder in Montagelinien).
Sensortyp
CCD: Es bietet eine gute Bildqualität und hohe Empfindlichkeit, ist für Umgebungen mit schwachem Licht geeignet, jedoch sind die Kosten relativ hoch und die Bildrate relativ niedrig.
CMOS: Es zeichnet sich durch niedrige Kosten, hohe Bildrate und geringen Stromverbrauch aus, ist für Hochgeschwindigkeitsszenarien geeignet und wird in der breiten Masse der industriellen Kameras eingesetzt.
Spektralantwort
Herkömmliche Kameras sind für sichtbares Licht geeignet; für Spezialszenarien (wie z. B. Infrarot-Temperaturmessung, Fluoreszenzdetektion) sollten Kameras mit entsprechender spektraler Empfindlichkeit (wie z. B. Infrarotkameras, UV-Kameras) verwendet werden.
Schnittstelle
Gängige Schnittstellen: GigE (Gigabit Ethernet, mit langer Übertragungsdistanz, geeignet für die Synchronisation mehrerer Kameras), USB3.0 (hochgeschwindigkeit und komfortabel, geeignet für kurze Distanzen), Camera Link (hohe Bandbreite, geeignet für Szenarien mit ultrahohen Auflösungen/Bildraten).
3. Weitere Überlegungen
Arbeitsumgebung: Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Vibrationen sollten berücksichtigt werden, wobei Kameras mit industriellem Schutzstandard (z. B. IP67) ausgewählt werden sollten.
Kompatibilität mit der Software: Stellen Sie sicher, dass die Kamera mit Software zur Bildverarbeitung kompatibel ist (z. B. Halcon, OpenCV).
Kostenbudget: Bei Erfüllung der Leistungsanforderungen sollten Kosten im Gleichgewicht gehalten und eine Überkonfiguration vermieden werden.
Zusammenfassend ist es bei der Auswahl notwendig, zunächst das Erkennungsobjekt und das Szenario zu klären, anschließend die zentralen Parameter wie Auflösung, Bildrate und Sensor entsprechend abzugleichen und dabei Schnittstellen, Umweltverträglichkeit und Kosten zu berücksichtigen.